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Sobald einer der Rivalen, so scheint es, etwas nachgibt bzw. eine Schwäche zeigt, verfliegt die „Ruhe“ und es beginnt ein wildes Maulzerren (Foto 3). Hierbei verbeißen sich die beiden Männchen und sie versuchen den Nebenbuhler „zu unterwerfen“, kann es zu Verletzungen am Maul kommen, die man unbedingt beobachten sollte! Wenn die Reviergrenzen vorübergehend geklärt sind, versuchen die Männchen die laichbereiten Weibchen durch „Flossenwedeln“ in ihr Revier (Foto 4), andere Eindringlinge werden energisch verjagdt.
Sobald ein Weibchen erfolgreich angelockt wurde beginnt das „Ablaichritual“, dafür schwimmt es mit starken Flossenbewegungen vor dem Weibchen her, wenn das Männchen den „Ablaichplatz“ erreicht hat, verharrt er kurz an dieser Stelle und gibt das Sperma ab (Foto 5). Danach „richtet“ sich das Männchen auf (Foto 6)
und das Weibchen schnappt nach den gelben Enden der lang ausgezogenen Ventralen (Foto 7). Danach bleibt das Weibchen am Ablaichplatz und das Männchen schwimmt mit etwas Abstand „zuckenden“ hinter das Weibchen (Foto 8).
Auf diesen Reiz reagiert das Weibchen in dem es den Laich abgibt (Foto 10) und sofort ins Maul aufnimmt (Foto 10).
Dieser Vorgang wiederholt sich einige Male und jedes Mal wenn das Weibchen versucht das Männchen zu verlassen, wird es wieder „eingefangen“, indem das Männchen kreisend um das Weibchen herumschwimmt und es so wieder in ein Revier und zum Ablaichplatz „führt“. Das Weibchen kann dem Männchen meistens nur dann entkommen, wenn das Männchen mit dem verjagen von Eindringlingen und Kontrahenten beschäftigt ist. Ist das Weibchen dem Männchen „entkommen“ so schwimmt es zu einem anderen Männchen wo das Ablaichritual von neuem beginnt. Abgelaicht wurde bei meinen O. ventralis Gruppen bisher immer nur auf dem Sandboden in kleinen Mulden und nicht auf Steinen.
Anschließend behält das Weibchen bis zu 30 Eier für ungefähr 21 Tage im Maul, eine Brutpflege wird anschließend nicht betrieben, sobald die Jungfische einmal freigelassen sind werden sie nicht mehr ins Maul aufgenommen. Die Jungfische schwimmen dann in einer Gruppe dicht unter der Wasseroberfläche und sollten dann, sofern das Weibchen die Jungfische im Gesellschaftsbecken freigelassen hat, in ein separates Aufzuchtsbecken überführt werden. Die Aufzucht kann mit frisch geschlüpften Artemia nauplien erfolgen.
Der nachfolgende Link zeigt ein Video über das Ablaichverhalten von Ophthalmotilapia ventralis,
http://www.xenotilapia.de/Galerie/Videos/Video_Ophthalmotilapia_ventralis_Nundo.htm
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