
Xenotilapia papilio Sunflower Isanga Zuchtbericht
In diesem
Bericht möchte ich Euch meine Beobachtungen schildern, die ich
bei der Zucht von Xenotilapia papilio Sunflower „Isanga“ gemacht
habe.
Bei Xenotilapia
papilio Sunflower „Isanga“ handelt es sich um einen biparentalen
Sandcichlid, dies bedeutet, dass Paare gebildet werden und dass
sich sowohl das Weibchen als auch das Männchen an der
Maulbrutpflege beteiligen.
Das
Balzverhalten von X. papilio Sunflower ist nicht so intensiv
ausgeprägt wie bei maternalen Maulbrüter (z. B. Enantiopus
melanogenys oder Xenotilapia bathyphilus), das Pärchen schwimmt
„lediglich“ mit aufgestellten Flossen im Kreis. Des Weiteren
konnte ich beobachten, dass die Tiere einen „schwarzen Strich/
Keil“ am bzw. im Auge bekommen. Außerdem erhöht sich die
territoriale Aggressivität von X. papilio Sunflower nochmals zur
Laichzeit.
Wenn es dann
soweit ist und es wird abgelaicht, findet dieses auf dem
Substrat statt, es wird nicht wie bei anderen Arten eine
Laichgrube bzw. Arena ausgegraben. Während des Ablaichens
schwimmen die Tiere im Kreis, wobei das Männchen das Weibchen
öfters an die Anale „stupst“, woraufhin das Weibchen ein oder
mehrere Eier legt (Foto 1). Danach schwimmt das Männchen über
den Laich und befruchtet ihn (Foto 2). 
Anschließend
nimmt das Weibchen den Laich ins Maul auf und der „Vorgang“
wiederholt sich einige Male (Foto 3). Im Anschluss an das
Ablaichen behält das Weibchen die Eier für 6 bis 12 Tage im Maul
(Foto 4). 
Die Eier bzw.
Larven werden dann an das Männchen übergeben, das diese bis zum
16. ebenfalls im Maul pflegt (bisher konnte ich die Übergabe der
Larven nicht dokumentieren).
Die daraufhin
folgende Brutpflege kann bis zu 14 Tage andauern, während dieser
Zeit werden die Jungfische immer wieder von den Eltern bei
Gefahr ins Maul aufgenommen und durch das Becken geführt. Des
Weiteren werden Eindringlinge auf Distanz gehalten (Foto 5 & 6).
Sobald die Eltern anfangen die Jungfische zu verjagen, ist es
Zeit die Jungfische in ein separates Becken umzusetzen. Die
Jungfische lassen sich bestens mit frisch geschlüpften Arteima
nauplien aufziehen, es werden allerdings auch entkapselte
Artemia nauplien und zerriebenes Flockenfutter angenommen. |