{"id":459,"date":"2016-05-18T21:33:31","date_gmt":"2016-05-18T19:33:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.xenotilapia.de\/?page_id=459"},"modified":"2016-06-04T11:44:42","modified_gmt":"2016-06-04T09:44:42","slug":"albinism","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.xenotilapia.de\/de\/reports\/albinism\/","title":{"rendered":"Albinismus"},"content":{"rendered":"<p>Albinismus (v. lat. Wort \u201ealbus\u201c, \u201ewei\u00df\u201c) ist eine Erbkrankheit die einen Gendefekt bewirkt. Dieser Gendefekt hat zur Folge, dass das Pigment Melanin (v. griech. Wort \u201em\u00e8las\u201c, \u201eschwarz\u201c) vom Organismus nur in geringen Mengen oder gar nicht produziert wird.<\/p>\n<p>Da das Melanin f\u00fcr die F\u00e4rbung der Haut verantwortlich ist, es allerdings nur kaum oder gar nicht vorhanden ist, entsteht die albinotypische \u201ehell-rosa\u201c F\u00e4rbung und die charakteristischen roten Augen.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst sollten einige Begriffe gekl\u00e4rt werden, die zum weiteren Verst\u00e4ndnis meiner Ausf\u00fchrungen bedeutend sind. Da w\u00e4re zum einen der Begriff \u201eGenotyp\u201c, hiermit ist das Erbbild eines Organismus gemeint. Das Erbbild stellt die exakte genetische Ausstattung des Individuums dar. Zum anderen sind die Begriffe Homo- und Heterozygotie wesentlich, Homozygotie bedeutet \u201eReinerbigkeit\u201c und Heterozygotie \u201eSpalterbigkeit\u201c.<\/p>\n<p>Ein homozygotes Individuum besitzt den Genotyp \u201eAA\u201c oder \u201eaa\u201c, wohingegen das Erbbild eines heterozygoten Individuums \u201eAa\u201c oder \u201eaA\u201c ist.<\/p>\n<p>Das \u201eA\u201c symbolisiert das dominante Allel (Merkmal), das \u201ea\u201c stellt im Gegensatz dazu das rezessive Allel da. Oft ist es so, dass bei heterozygoten Individuen ein Allel \u00fcber das andere dominiert. Hierbei wird die Auspr\u00e4gung des Merkmals des rezessiven Allels unterdr\u00fcckt und das Merkmal des dominanten wird ausgepr\u00e4gt. Dies ist besonders wichtig, da Albinismus eine rezessive (\u201ea\u201c) Erbkrankheit ist. Die Folge daraus ist, dass der Gendefekt nur zum Vorschein kommt, wenn der Organismus den homozygoten Genotyp \u201eaa\u201c hat. Es kommt zur Auspr\u00e4gung des rezessiven Merkmals, weil der Organismus kein dominantes (\u201eA\u201c) Merkmal hat das den Gendefekt unterdr\u00fccken k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Jedoch k\u00f6nnen auch \u201enormal gef\u00e4rbte\u201c Eltern albinotische Nachkommen hervorbringen, allerdings m\u00fcssen dann beide Elternteile spalterbig sein, d. h., wie zuvor bereits erw\u00e4hnt, sie haben den Genotyp \u201eAa\u201c oder \u201eaA\u201c.<\/p>\n<p>Zur weiteren Veranschaulichung wie sich Albinismus vererbt und wie die rechnerischen Wahrscheinlichkeiten sind einen Albino \u201ezu erhalten\u201c sollen nachfolgende \u201ePunnett Quadrate\u201c helfen. Die Quadrate zeigen zum einen welche Allele sowohl der Vater als auch die Mutter an die Nachkommen weitergeben k\u00f6nnen, als auch welche Genotypen der Nachkommen daraus resultieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<h4>1. M\u00f6glichkeit:<\/h4>\n<p>&#8211; heterozygoter Vater [\u201eAa\u201c, kein Albino] + heterozygote Mutter [\u201eAa\u201c, kein Albino]<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-578\" src=\"https:\/\/www.xenotilapia.de\/gallery\/1.jpg\" alt=\"1\" width=\"142\" height=\"175\" \/><\/p>\n<p>In Zahlen ausgedr\u00fcckt besagt die Tabelle, dass<br \/>\n25% der Nachkommen reinerbig (\u201eAA\u201c, kein Albino),<br \/>\n50% der Nachkommen spalterbig (\u201eAa\u201c, kein Albino) und<br \/>\n25% der Nachkommen reinerbig (\u201eaa\u201c, Albino) sind.<\/p>\n<h4>2. M\u00f6glichkeit:<\/h4>\n<p>&#8211; heterozygoter Vater [\u201eAa\u201c, kein Albino] + homozygote Mutter [\u201eaa\u201c, Albino]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-579\" src=\"https:\/\/www.xenotilapia.de\/gallery\/2.jpg\" alt=\"2\" width=\"142\" height=\"175\" \/><\/p>\n<p>In Zahlen ausgedr\u00fcckt besagt die Tabelle, dass<br \/>\n50% der Nachkommen spalterbig (\u201eAa\u201c, kein Albino) und<br \/>\n50% der Nachkommen reinerbig (\u201eaa\u201c, Albino) sind.<\/p>\n<h4>3. M\u00f6glichkeit:<\/h4>\n<p>&#8211; heterozygoter Vater [\u201eAa\u201c] + homozygote Mutter [\u201eAA\u201c, kein Albino]<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-580\" src=\"https:\/\/www.xenotilapia.de\/gallery\/3.jpg\" alt=\"3\" width=\"142\" height=\"175\" \/><\/p>\n<p>In Zahlen ausgedr\u00fcckt besagt die Tabelle, dass<br \/>\n50% der Nachkommen reinerbig (\u201eAA\u201c, kein Albino) und<br \/>\n50% der Nachkommen spalterbig (\u201eaA\u201c, kein Albino).<\/p>\n<h4>4. M\u00f6glichkeit:<\/h4>\n<p>&#8211; homozygoter Vater [\u201eaa\u201c, Albino] + homozygote Mutter [\u201eAA\u201c, kein Albino]<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-581\" src=\"https:\/\/www.xenotilapia.de\/gallery\/4.jpg\" alt=\"4\" width=\"142\" height=\"175\" \/><\/p>\n<p>In Zahlen ausgedr\u00fcckt besagt die Tabelle, dass<br \/>\n100% der Nachkommen spalterbig (\u201eaA\u201c, kein Albino) sind.<\/p>\n<p>Wie ich bereits oben erw\u00e4hnt habe, handelt es sich bei den Ergebnissen um rechnerische Wahrscheinlichkeiten, sprich es m\u00fcssen nicht, wie bei der 1. M\u00f6glichkeit angeben, 25% der Nachkommen reinerbig (\u201eAA\u201c, kein Albino), 50% der Nachkommen spalterbig (\u201eAa\u201c, kein Albino) und 25% der Nachkommen reinerbig sein! Es kann auch sein, dass beispielsweise 75% der Nachkommen spalterbig (\u201eAa\u201c, kein Albino) und 25% der Nachkommen reinerbig (\u201eAA\u201c, kein Albino) sind!<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend m\u00f6chte ich noch sagen, dass Albinismus kein Vorteil f\u00fcr die Tiere darstellt, da sie durch ihre \u201ehell- rosa\u201c F\u00e4rbung schneller von Fressfeinen wahrgenommen werden bzw. ihre Beutetiere nehmen sie schneller wahr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Albinismus (v. lat. Wort \u201ealbus\u201c, \u201ewei\u00df\u201c) ist eine Erbkrankheit die einen Gendefekt bewirkt. Dieser Gendefekt hat zur Folge, dass das Pigment Melanin (v. griech. Wort \u201em\u00e8las\u201c, \u201eschwarz\u201c) vom Organismus nur in geringen Mengen oder gar nicht produziert wird. 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