{"id":468,"date":"2016-05-18T21:57:05","date_gmt":"2016-05-18T19:57:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.xenotilapia.de\/?page_id=468"},"modified":"2016-05-22T14:39:44","modified_gmt":"2016-05-22T12:39:44","slug":"sand-dwellers","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.xenotilapia.de\/de\/reports\/sand-dwellers\/","title":{"rendered":"Sandcichliden"},"content":{"rendered":"<p>Zun\u00e4chst sollte gekl\u00e4rt werden worum es sich bei Sandcichliden handelt und welche Gattungen dazu z\u00e4hlen. \u201eSandcichliden\u201c ist ein Sammelbegriff f\u00fcr Buntbarsche aus dem Tanganjikasee, die in ihrem nat\u00fcrlichen Habitat auf ausgedehnten Sandfl\u00e4chen in leben. Au\u00dferdem weisen Sandcichliden h\u00e4ufig Anpassungserscheinungen ihrer Morphologie K\u00f6rperbau) an die Umgebung auf, so haben sie meistens einen l\u00e4nglichen stromlinienf\u00f6rmigen K\u00f6rperbau und eine silbrige F\u00e4rbung auf. Abh\u00e4ngig der Art bauen die M\u00e4nnchen gro\u00dfe Brutarenen in den Sandboden und die Weibchen schwimmen in gro\u00dfen Schulen \u00fcber die am Boden balzenden M\u00e4nnchen (z.B. Enantiopus melanogenys) oder es werden P\u00e4rchen gebildet, die teilweise auch Felsen bezogen leben (z.B. Xenotilapia papilio).<\/p>\n<p>Zu den Sandcichliden geh\u00f6ren die Gattungen Callochromis, Cardiopharynx, Ectodus, Enantiopus, Grammatotria, Lestradea und Xenotilapia.<\/p>\n<p>Diese Gattungen spalten sich dann noch in die folgenden Unterarten auf,<\/p>\n<p>Callochromis macrops, C. melanostigma, C. pleurospilus und C. stappersii,<\/p>\n<p>Cardiopharynx schoutedeni,<\/p>\n<p>Ectodus descampsi,<\/p>\n<p>Enantiopus melanogenys und E. spec. Kilesa,<\/p>\n<p>Grammatotria lemairii,<\/p>\n<p>Lestradea perspicax und L. stappersii,<\/p>\n<p>Xenotilapia bathyphillus, X. boulengeri, X. burtoni, X. caudafasciata, X. flavipinnis, X. nasus, X. nigrolabiata, X. ochrogenys, X. ornatipinnis, X. papilio, X. papilio Sunflower, X. sima und X. spilopterus.<\/p>\n<p>Des Weiteren gibt meistens zu jeder dieser zuvor genannten Unterarten auch noch verschiedene Standortvarianten, so gibt es beispielsweise X. flavipinnis Kigoma, X. flavipinnis Kekese, X. flavipinnis Kasanga, \u2026 . Diese Standortvarianten weisen meistens eine andere F\u00e4rbung auf.<\/p>\n<p>Sandcichliden besitzen ein \u00e4u\u00dferst interessantes Verhalten und nahe zu jede Art verf\u00fcgt \u00fcber ein Verhalten, das sich von den anderen Arten abhebt. Jedoch sind alle Sandcichliden Maulbr\u00fcter. Die Art der Maulbrutpflege l\u00e4sst sich in 2 Kategorien einteilen, n\u00e4mlich in die maternale und biparentale Maulbrutpflege. Maternale Maulbr\u00fcter sind beispielsweise X. ochrogenys und Enantiopus melanogenys, hier betreibt nur das Weibchen die Maulbrutpflege. Sie nimmt die Eier direkt nach der Eiablage und Befruchtung ins Maul auf. Weiterhin beh\u00e4lt sie die Eier im Regelfall zwischen 14 und 21 Tage im Maul, nach dieser Zeit entl\u00e4sst das Weibchen die voll ausgereiften Jungen. Einige Arten lassen ihre Jungen frei und \u201e\u00fcberlassen sie ihrem Schicksal\u201c, wohingegen andere Arten die Jungen bei drohender Gefahr wieder ins Maul auf nehmen und an anderer Stelle wieder freilassen, dieses kann bis zu 2 Wochen nach dem ersten freischwimmen andauern. Dieses ist anders bei den biparentalen Maulbr\u00fctern, hier beteiligt sich das M\u00e4nnchen an der Brutpflege. Die Brutpflege ereignet sich wie folgt, das Weibchen nimmt die Eier die ersten 6 bis 12 Tage ins Maul. Danach werden die Larven an das M\u00e4nnchen \u00fcbergeben. Die Larven werden zwischen dem 13 bis 16 Tag von M\u00e4nnchen freigelassen. Die Brutpflege kann bis zu 14 Tag fortgesetzt werden. Des Weiteren steht die Methode der Maulbrutpflege, ob maternal oder biparental, in enger Beziehung mit dem Balzverhalten und der Morphologie der Art. So sind bei maternlen Maulbr\u00fctern nur die M\u00e4nnchen farbenpr\u00e4chtig und die Weibchen sind silbrig grau gef\u00e4rbt, beispielsweise X. bathyphilus oder E. descampsi. Au\u00dferdem ist das Balzverhalten viel ausgepr\u00e4gter, so baut beispielsweise Enantiopus melanogenys gro\u00dfe Laichkrater, wo er versucht m\u00f6glichst viele Weibchen hinein zu locken, um mit ihnen abzulaichen. Wohingegen bei biparentalen Maulbr\u00fctern das M\u00e4nnchen und das Weibchen gleich gef\u00e4rbt sind, beispielsweise X. flavipinnis oder X. papilio. Weiterhin ist das Balzverhalten nicht so intensiv ausgepr\u00e4gt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zun\u00e4chst sollte gekl\u00e4rt werden worum es sich bei Sandcichliden handelt und welche Gattungen dazu z\u00e4hlen. \u201eSandcichliden\u201c ist ein Sammelbegriff f\u00fcr Buntbarsche aus dem Tanganjikasee, die in ihrem nat\u00fcrlichen Habitat auf ausgedehnten Sandfl\u00e4chen in leben. 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